Schriftsetzer
Personen
Name | Geburtsdatum | Sterbedatum | Biografie | Portrait |
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Ferdinand Barth (1862–1913) | 10. Mai 1862 in Peggau, Steiermark | 21. Juli 1913 in Wien Neu | Der Schriftsetzer Ferdinand Barth, zunächst Sozialdemokrat, war als Unabhängiger Socialist ein wichtiger anarchistischer Aktivist in Graz (Steiermark) und Wien, wandte sich dann aber wieder der Sozialdemokratie zu. | |
Rudolf Bernreiter (1895–1917) | 25. März 1895 in Marburg an der Drau, Steiermark [Maribor, Slowenien] | 18. Mai 1917 in Isonzo-Front, Italien | Der Schriftsetzer, Schauspieler, Berufsoffizier und Schriftsteller Rudolf Bernreiter in Marburg an der Drau (Steiermark [Maribor, Slowenien]) stieß spät im Umfeld von Karl F. Kocmata (1890–1941) zur anarchistischen Bewegung. Einige seiner späten Werke lassen deutliche Ansätze einer anarchistischen Weltsicht erkennen. | |
Franz Besel (1869–1889) | 1869 | 27. Juni 1889 in Wien Neu | Am 22. Dezember 1888 wurde ein angeblich geheimer Club der radicalen Arbeiterbewegung von der Polizei in Wien ausgehoben. |
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Eduard Brady (1853–) | Ungefähr 1853 in Nagytopoly / Großtoplowetz, Ungarn [Topolovăţu Mare, Rumänien] | Der gelernte Buchbinder und spätere Schiftsetzer Eduard Brady war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien aktiv, wo er sich dem sozialrevolutionären Flügel anschloss und an einer geheimen Druckerei der Radicalen mitwirkte. 1884 ausgewiesen, wurde er noch 1884 von München (Bayern) nach Wien überstellt und als einer der Hauptverantwortlichen der radicalen Flugblattproduktion verurteilt wurde. | ||
Anton Christoph (1857–1882) | 3. September 1857 in Zwischenbrücken, Niederösterreich [zu Wien 20.] | 19. Oktober 1882 in Wien Neu | Der Schriftsetzer Anton Christoph war ein wichtiger Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien. | |
Johann Döglmayer | Der Schriftsetzer Johann Döglmayer war einer der Verhafteten und gerichtlich Angeklagten anlässlich der so genannten Schottenring-Demonstration, eine wichtige Aktion der radicalen Arbeiterbewegung in Wien. | |||
Julius Ertl (1864–1919) | 1864 | 7. Februar 1919 in Graz, Steiermark | Der Schriftsetzerlehrling Julius Ertl in Graz (Steiermark), wurde verdächtigt, Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung zu sein. | |
Adolph Fischer (1858–1887) | 1858 in Bremen, Freie Hansestadt Bremen | 11. November 1887 in Chicago, Illinois, USA | Der justizgemordete Schriftsetzer Adolph Fischer gilt als so genannter Haymarket-Märtyrer. | |
Franz Gams (1850–1899) | 4. August 1850 in Weißenkirchen in der Wachau, Niederösterreich | 1. Februar 1899 in Wien Neu | Der Kellner Franz Gams war ein wichtiger Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien und wurde 1884 von dort und aus Budapest (Ungarn) ausgewiesen. | |
Viktor Haas (1875–1914) | 3. Dezember 1875 in Pötzleinsdorf, Niederösterreich [zu Wien 18.] | 17. Oktober 1914 in Wien Neu | Der Schriftsteller, Schriftsetzer- und Buchdruckergehilfe Viktor Haas war im Umkreis von Karl F. Kocmata (1890–1941) in der anarchistischen Bewegung in Wien aktiv. | |
Rudolf Hanser (1859–1909) | 11. Oktober 1859 in Wien Neu | 21. Mai 1909 in Wien Neu | Der Schriftsetzergehilfe, Journalist und Zeitungsherausgeber Rudolf Hanser war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien aktiv, schloss sich den Autonomisten an, wandte sich dann aber der Sozialdemokratie zu. Allerdings gründete er in Wien gemeinsam mit Adolf Heimann (1853–?) den oppositionell-sozialdemokratischen »Politischen Arbeiterverein Unabhängigkeit«, der kurzzeitig den anarchistischen Unabhängigen Sozialisten nahe stand. | ![]() |
Konrad Hofer (1884–1962) | 15. Oktober 1884 in Steyr, Oberösterreich | Juni 1962 in Wien Neu | Der Schriftsetzer Konrad Hofer war Mitglied der Gruppe »Wohlstand für Alle«, des »Politischen Vereins ›Freie Tribüne‹«, der »Freien Gewerkschafts-Vereinigung Österreichs« und des »Bundes herrschaftsloser Sozialisten« sowie Gründungsmitglied der »Vereinigung individualistischer Anarchisten« und der »Anarchisten-Vereinigung Revolution!« in Wien. | |
Ferdinand Hübner (1859–1897) | 7. Oktober 1859 in Reichenberg, Böhmen [Liberec, Tschechien] | 1897 | Der Schriftsetzergehilfe Ferdinand Hübner war als Mitglied der radicalen Arbeiterbewegung in Wien aktiv, wo er sich dem sozialrevolutionären Flügel anschloss und an einer geheimen Druckerei der Radicalen mitwirkte und als einer der Hauptverantwortlichen der radicalen Flugblattproduktion verurteilt wurde. | |
Alois Ketzlik (1886–1938) | 23. November 1886 in Wien Neu | 20. August 1938 in Butowo ‹Бутово› in Moskau ‹Москва›, Sowjetunion [Russland] | Der Schriftsetzergehilfe, Schriftsteller und Journalist Alois Ketzlik war im Umfeld von Karl F. Kocmata (1890–1941) in der anarchistischen Bewegung in Wien aktiv, wandte sich aber 1918 der Sozialdemokratie und 1919 dem Marxismus-Leninismus zu. | |
Wilhelm Komer | Der Schriftsetzer Wilhelm Komer war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien aktiv, von wo er ausgewiesen wurde, dann in Budapest (Ungarn), schließlich in Genua ‹Genova› (Italien) und Triest (Österreichisches Küstenland [Trieste, Italien]). | |||
Josef Kovalsky (1861–1936) | 1861 | 11. März 1936 in Graz, Steiermark | Der Schriftsetzerlehrling Josef Kovalsky in Graz (Steiermark), wurde verdächtigt, Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung zu sein. | |
Wilhelm Kummer (1857–1933) | 1857 in Pavia, Lombardo-Venetien [Italien] | 25. März 1933 in Budapest, Ungarn | Der Schriftsetzer Wilhelm Kummer war Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien und nach seiner Ausweisung 1882 in Budapest (Ungarn). | |
Eduard Milý (1858–1923) | 17. Februar 1858 in Prag, Böhmen [Prag ‹Praha›, Tschechien] | 20. Januar 1923 in New York City, New York, USA | Der Schriftsetzergehilfe Eduard Milý zählt zu den wichtigsten Funktionären der tschechoslawischen radicalen Arbeiterbewegung, zunächst in Prag (Böhmen [Praha, Tschechien]), nach seiner Abschaffung 1882 in Wien und nach seiner Ausweisung in Budapest (Ungarn). Schließlich ging er nach England, dann in die USA ins Exil, wo er in der anarchistischen Bewegung aktiv war. | |
Karl Pollak | Der aus Wien gebürtige Schriftsetzer Karl Pollak war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Budapest (Ungarn) aktiv. | |||
Wilhelm Prowaseck (1863–) | 19. November 1863 in Düsedau, Preußen [zu Osterburg/Altmark, Sachsen-Anhalt] | Der Schriftsetzer Wilhelm Prowaseck war Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Villach / Beljak (Kärnten). Um 1890 wandte er sich in Graz (Steiermark) der Sozialdemokratie zu. | ||
August Reinsdorf (1849–1885) | 31. Januar 1849 in Pegau, Preußen [Sachsen] | 7. Februar 1885 in Halle an der Saale, Preußen [Halle/Saale, Sachsen-Anhalt] | Der Schriftsetzer August Reinsdorf war Planer und Organisator des allerdings fehlgeschlagenen Attentats auf den Kaiser und die Fürsten des deutschen Kaiserreichs bei der Eröffnung des Niederwalddenkmals in Rüdesheim am Rhein (Hessen) am 28. September 1883. Am 7. Februar 1885 hingerichtet, wurde er zu einer der bekanntesten Märtyrer der Sozialrevolutionäre Deutschlands. | ![]() |
Leo Rothziegel (1892–1919) | 5. Dezember 1892 in Wien Neu | 22. April 1919 in Debrecen, Ungarn | Der Schriftsetzer und Buchdrucker Leo Rothziegel, Mitglied der Gruppe um die Zeitung »Wohlstand für Alle« (Wien) und der »Allgemeinen Gewerkschaftsföderation in Niederösterreich«, war 1910 bis 1912 in der anarchistischen Bewegung in Wien aktiv. | ![]() |
Mátyás Rusz (1860–) | 1860 in Pest / Pesth [zu Budapest], Ungarn | Der Schriftsetzer Mátyás Rusz war ein wichtiger Anahänger der radicalen Arbeiterbewegung in Ungarn. Er gab 1882 mit dem Schriftsetzer Márkus Weisz die Zeitung »Der Kommunist« (Budapest) heraus, war 1883 bis 1884 Redakteur der Zeitung »Népakarat« (Budapest; Volkswille) und 1884 einzigen Nummer der Zeitung »Die Zukunft« (Budapest). | ||
Albin Scheffler (1848–) | 1848 in Budapest, Ungarn | Der Buchdrucker und Schriftsetzer Albin Scheffler, der 1875 bis 1877 in Wien weilte, war ein wichtiger Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Budapest (Ungarn). Er war Herausgeber beziehunhgsweise Redakteur der Zeitungen »Der Schraubstock« (Budapest) 1881 bis 1882, »Volkswille« (Budapest), 1882, »Népakarat« (Budapest; Volkswille) 1883 bis 1884, und »Radikal« (Budapest) 1884. | ![]() |
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Moritz Schultze (1860–) | 23. Dezember 1860 in Cottbus, Preußen [Brandenburg] | |||
[?] Spaeth | Der Schriftsetzer [?] Spaeth war zunächst in der anarchistischen Bewegung in Wien aktiv, übersiedelte aber nach dem Ersten Weltkrieg nach München (Bayern). | |||
Ferenc Spielmann (1867–) | Ungefähr 1867 | Der Schriftsetzer Ferenc Spielmann war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Budapest (Ungarn) aktiv. | ||
Rudolf Stanzell (1870–1953) | 1870 in Brünn, Mähren [Brno, Tschechien] | Juli 1953 in Wien Neu | Der Schriftsetzer und Buchdrucker Rudolf Stanzell, war ein Sympathisant anarchistischer Bewegungen in Wien, wo er seit 1914 eine Druckerei in Stammersdorf [zu Wien 21.] betrieb und anarchistische Literatur druckte. | |
Albert Weidner (1871–1946) | 24. Februar 1871 in Schwerin, Mecklenburg-Schwerin [Mecklenburg-Vorpommern] | 1. Februar 1946 in Berlin, Sowjetische Besatzungszone [Berlin] | ||
Márkus Weisz | Der Schriftsetzer Márkus Weisz war Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung und war nur in Ungarn aktiv. Er gab gemeinsam mit dem Schriftsetzer Mátyás Rusz (1860–?) die radicale Zeitung »Der Kommunist« (Budapest) heraus. | |||
Friedrich Weninger (1862–1914) | 4. Oktober 1862 in Wien Neu | 22. Oktober 1914 in Wien Neu | Der Schriftsetzer Friedrich Weninger war als Anhänger der radicalen Arbeiterbewegung in Wien aktiv, wandte sich aber später der Sozialdemokratie zu. | |
Emil Werner (1846–) | 27. Juni 1846 in Frankfurt an der Oder, Preußen [Frankfurt (Oder), Brandenburg] |