Valentin Weibl (1853–1886)

Persönliche Daten
Namensvarianten
falsche Namensform: Johann Waibel
Geburtsdatum
Ungefähr 1853
Sterbedatum
13. Mai 1886
Berufe
Biographie

Valentin Weibl arbeitete als Schlosser in Linz an der Donau (Oberösterreich), wo er sich dem sozialrevolutionären Flügel der radicalen Arbeiterbewegung anschloss. Am 24. Jänner 1886 fand in Linz an der Donau eine geheime Konferenz der Radicalen statt, auf der beschlossen wurde, die bisherige Organisationsform vom 27. September 1885 in Fünfer-Gruppen dahingehend zu ändern, dass diese Gruppen nur mehr lose miteinander verbunden sein sollten. Die Gesamtorganisation sollte durch zwei Vertrauensmänner geleitet werden: für die deutschsprachigen Radicalen der Schneidergehilfe und Polizeispitzel Ludwig Philipp Schrödl (1851–1888) und für die tschechoslawischen der Kleidermachergehilfe Franz Škopek (1861–1926). Noch im Jänner 1886 wurden in Linz an der Donau fünf Gruppen nach dem neuen Fünfer-Gruppensystem mit zusammen sechsundzwanzig Personen gebildet. Die Gruppe für Chemie, die für die Herstellung von Sprengmitteln und die Beschaffung der dazu notwendigen Materialien zuständig war, sollte von Valentin Weibl geleitet werden. Er verfügte über einschlägige Kenntnisse, war aber zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank. Tatsächlich verstarb Valentin Weibl am 13. Mai 1886 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz an der Donau an Tuberkulose. Damit fand der Plan der Linzer Sozialrevolutionäre, eine Gruppe für Chemie zu gründen, sein Ende.

  • Linz an der Donau, Oberösterreich, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Seilerstätte 2 (Sterbeadresse)
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