Josef Budínský

Persönliche Daten
Berufe
Biographie

Josef Budínský absolvierte eine Tischlerlehre und arbeitete als Tischlergehilfe in Ruppersdorf (Böhmen [Ruprechtice, zu Liberec, Tschechien]), wo er sich der radicalen Arbeiterbewegung anschloss. Er wurde Mitglied der am 2. November 1883 gegründeten »Bratrstvo českoslovanských dělníků v Liberci« (Bruderschaft tschechoslawischer Arbeiter in Reichenberg). Er nahm auch 1885 an den geheimen Treffen der Radicalen und Sozialrevolutionäre im Umland von Reichenberg (Böhmen [Liberec, Tschechien]) teil. Im April 1885 wurde Josef Budínský verhaftet und zusammen mit vier anderen Radicalen ins Landesgericht Prag (Böhmen [Praha, Tschechien]) eingeliefert.

Im Zusammenhang mit dem am 15. Juli 1885 behördlich augelösten »Bratrstvo českoslovanských dělníků v Liberci« und der am 26. Juni 1885 erfolgten Auflösung des »Český klub« (Tschechischer Klub) in Dresden (Sachsen) fand am 13. Oktober 1885 vor dem Landes- als Strafgericht Prag der Prozess gegen fünf Radicale statt: aus Reichenberg der Schlossergehilfe Eduard Mlejnek (1851–?) und der Kürschnergehilfe Josef Střecha (1852–?), aus Ruppersdorf die Tischlergehilfen Vinzenz Fajta (1859–?), Josef Hauft (1847–1903) und Josef Budínský. Sie sollen unter anderem zu Mitgliedern des »Český klub« Kontakte unterhalten haben. Wegen Geheimbündelei wurden Vinzenz Fajta zu fünf Monaten, Eduard Mlejnek zu vier Monaten, Josef Střecha zu drei Monaten, Josef Hauft zu sechs Wochen und Josef Budínský zu vier Wochen strengem Arrest verurteilt, jeweils verschärft durch einen Fasttag im Monat.

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