Thomas Prileßnigg (1851–1932)
Persönliche Daten
Familienverhältnisse
Mutter: Anna Uršej; auch: Urschey (Sankt Nikolai, Steiermark [Miklavž na Dravskem Polju [zur Občina Miklavž na Dravskem polju, Slowenien] 15. Juli 1828 – ?): Inwohnerin, dann Hebamme; Heirat in Prävali (Kärnten [Prevalje, Sloweinien]) am 20. September 1859 mit:
Vater: Jakob Prileßnigg (Prävali, Kärnten [Prevalje, Sloweinien] 15. September 1820 – ?): Werkarbeiter
Ehe: in Amstetten (Niederösterreich) am 21. Februar 1882 mit Maria Matschnigg; schrieb sich später Maria Mačnik (Saidolach / Ždovlje [zu Ferlach / Borovlje], Kärnten 30. Juni 1851 – Linz an der Donau, Oberösterreich 22. November 1937?), Tochter einer Keuschlerstochter: Hausfrau
Sohn: Ludwig Mačnik, mit 21. Februar 1882 legitimierter Ludwig Prileßnigg (Amstetten, Niederösterreich 6. August 1878 – Salzburg, Sazburg 4. Jänner 1951)
Sohn: Laurenz Mačnik, mit 21. Februar 1882 legitimierter Laurenz Prileßnigg (Amstetten, Niederösterreich 4. Juli 1880 – Urfahr [zu Linz an der Donau], Oberösterreich 2. Juni 1884): verstorben an Lungentuberkulose
Sohn: Johann Mačnik, mit 21. Februar 1882 legitimierter Laurenz Prileßnigg (Amstetten, Niederösterreich 19. Dezember 1881 – Amstetten, Niederösterreich 6. April 1882)
Sohn: Johann Prileßnigg (Amstetten, Niederösterreich 12. April 1883 – Urfahr [zu Linz an der Donau], Oberösterreich 28. Juni 1884): verstorben an Typhus
Sohn: Maximilian Prileßnigg (Urfahr [zu Linz an der Donau], Oberösterreich 7.Oktober 1884 – ?)
Sohn: August Prileßnigg (Urfahr [zu Linz an der Donau], Oberösterreich 24. August 1887 – Linz an der Donau, Oberösterreich 28. Oktober 1921): Lokomotivführer
Tochter: Leopoldine Prileßnigg (Linz an der Donau, Oberösterreich 1. November 1892 – ?)
Tochter: Josefa Prileßnigg (Linz an der Donau, Oberösterreich 27. Februar 1894 – ?)
Biographie
Thomas Prileßnigg, zuständig nach Prävali (Kärnten [Prevalje, Sloweinien]), absolvierte eine Schmiedlehre und kam nach Amstetten (Niederösterreich), wo er als Kesselschmied bei der Rudolfs-Bahn Arbeit fand und sich der radicalen Arbeiterbewegung anschloss.
Um 1883 übersiedelte Thomas Prileßnigg nach Urfahr [zu Linz an der Donau] (Oberösterreich), wo er zunächst bei der Firma »Klein & Lange« arbeitete und sich dem sozialrevolutionären Flügel anschloss. Ende Oktober 1885 wurde in Linz an der Donau (Oberösterreich) von zum Anarchismus tendierenden Radicalen eine Aktionsgruppe gegründet. Initiator war der Schmiedgehilfe Franz Kropfmüller (1845–1893), dem sich Thomas Prileßnigg und der Maschinenschlosser Franz Kutil (1842–?) anschlossen. Dieser geheime Club namens »Grün-Ober« (im Skat die dritthöchste Karte) traf sich im Gasthaus »zur Stadt Linz«, Hauptplatz 4.
Thomas Prileßnigg, der sich später von der Arbeiterbewegung weitgehend zurückzog, war 1894 Maschinführer bei der Kremstal-Bahn und dann Angestellter der k. k. Staatsbahnen in Linz an der Donau, wo er 1908 Pumpenwärter im Heizhaus wurde und zuletzt als Lokomotivführer bei den Bundesbahnen arbeitete. Thomas Prileßnigg wurde vorzeitig pensioniert und am 22. August 1912 in die Landes-Irrenanstalt Niedernhart in Linz an der Donau eingeliefert, später aber wieder zu seiner Ehefrau nachhause entlassen.
Kategorien
Adresse
- Liescha, Kärnten [Leše, zu Prevalje, Slowenien], Liescha 9 (Geburtsadresse)
- Eggersdorf [zu Amstetten], Niederösterreich, Eggersdorf 31 (belegt für 1880 bis 1882)
- Urfahr [zu Linz an der Donau], Oberösterreich, Im Tal 20 (belegt für 1884 bis 1887)
- Linz an der Donau, Oberösterreich, Langgasse 10 (belegt für 1894)
- St. Peter [zu Linz an der Donau], Oberösterreich, Kommunalstraße 147 (belegt für 1912)
- Linz an der Donau, Oberösterreich, Derfflingerstraße 28 (Sterbeadresse)
Karte
Autor / Version / Copyleft
Autor: Reinhard Müller
Version: April 2025
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