Lájos Gruber

Persönliche Daten
Namensvarianten
deutsche Namensform: Ludwig Gruber
Deckname: Nummer Vier des »Zwölferbundes ›Gußstahl‹«
Berufe
Biographie

Am 2. April 1884 wurde in Budapest (Ungarn) der Schlossergehilfe Lájos Gruber verhaftet, als er im Stadtwäldchen Erpressungsgeld übernehmen wollte. Er wurde beschuldigt, der Verfasser eines sogenannten Brandbriefes zu sein, gezeichnet »12e. Anarchisten-Comité«. In dem an den Kaufmann und Hausbesitzer S. Temesvary gerichteten Brief wurden 2.000 Gulden gefordert, andernfalls Temesváry ein Kind des Todes sein werde. Die Polizei war zunächst unsicher, ob es sich um eine anarchistische Aktion oder um ein gemeines Verbrechen handelte. Im Verhör nannte sich Lájos Gruber die Nummer Vier des »Zwölferbundes ›Gußstahl‹«, doch bald stellet sich heraus, dass er nicht im Auftrag einer anarchistischen Gruppe gehandelt hatte. Stattdessen gestand Lájos Gruber einen im Vorjahr bei seinem Großvater begangenen Diebstahl.

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