Karl Frohne (1856–)
Persönliche Daten
Biographie
Karl Frohne, zuständig nach Teplitz (Böhmen [Teplice, Tschechien]), arbeitete hier als Gelbgießergehilfe, wo er sich der radicalen Arbeiterbewegung anschloss. Frohne, der unter anderem auch in den USA war, wurde ertappt, wie er in Teplitz sozialistische Zeitungen las. Bei einer Hausdurchsuchung wurden auch zahlreiche sozialistische Druckwerke gefunden. Am 7. März 1884 fand vor dem Straf- als Erkenntnisgericht Prag (Böhmen [Praha, Tschechien]) der Prozess gegen Frohne wegen Vergehens der Geheimbündelei statt. Karl Frohne wurde zu einem Monat Arrest verurteilt. Im April 1884 wurde Frohne aus Prag abgeschafft und unter polizeiliche Überwachung gestellt: »1927 Frohne Karl, Gelbgießer, aus Teplitz in Böhmen, 28 J. alt, I., wegen sozialistischer Umtriebe gerichtlich gestraft, wurde aus Prag u. dessen Polizei-Rayon für beständig abgeschafft. Sein Vorkommen u. Treiben ist zu überwachen. Pol.-Dion. Prag 29/4. 84.«1
Karl Frohne begab sich zunächst nach Dux (Böhmen [Duchov, Tschechien]), kehrte aber im März 1886 nach Teplitz zurück. Mittlerweile Anhänger des gemäßigten Flügels der Sozialdemokratie, war er im dortigen »Fachverein der Metallarbeiter« aktiv. Im Zuge einer Hausdurchsuchung wurde bei ihm die Zeitung »Der Sozialdemokrat« (Zürich) gefunden, weshalb er vom Kreis- und Erkenntnisgericht Teplitz wegen Vergehens der Geheimbündelei zu drei Monaten verschärftem Arrest verurteilt wurde.
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Autor: Reinhard Müller
Version: Februar 2025
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[Anonym]: 1927 Frohne Karl, in: Central-Polizei-Blatt. Herausgegeben von der k. k. Polizei-Direktion zu Wien (Wien), Nr. 34 (30. Mai 1884), S. 1367.