Ignaz Süßenböck (1854–)

Persönliche Daten
Namensvarianten
tschechische Namensform: Ignác Süßenböck
Geburtsdatum
1854
Religionsbekenntnis
römisch-katholisch
Berufe

Ehe: ja

Biographie

Ignaz Süßenböck kam als Eisendreher nach Wien, wo er sich der radicalen Arbeiterbewegung anschloss. Er wurde aufgrund der Ausnahmsverordnungen vom 30. Jänner 1884 am 14. August 1884 aus Wien ausgewiesen und unter polizeiliche Überwachung gestellt: »3573 Süßenböck Ignaz, Eisendreher, geb. 1854 u. zust. zu Piesling, Bez. Datschitz in Mähr., k., verh., gr., schlank, m. oval. Ges., br. H., schmaler Stirn, dunkl. Augenbr., gr. Aug., bld. Schnurrb., oval. Kinn, deutsch sprechend (mit Erk. vom 14/8. 1884). Pol.-Dion. Wien 16/9. 84.«1

Ignaz Süßenböck wurde an die Grenze zum Kronland Mähren eskortiert, aber auf Anforderung der Polizei-Direktion Wien schon am 8. September 1884 in Datschitz (Mähren [Dačice, Tschechien]) im Zusammenhang mit der am 3. September 1884 in Neulerchenfeld (Niederösterreich [zu Wien 16.]) aufgedeckten geheimen Druckerei der Wiener Radicalen verhaftet und am 20. September 1884 in das Landesgericht Wien eingeliefert., allerdings bald wieder freigelassen.

Karte
  • 1

    [Anonym]: 3573 Süßenböck Ignaz, in: Central-Polizei-Blatt. Herausgegeben von der k. k. Polizei-Direktion zu Wien (Wien), Nr. 62 (20. September 1884), S. 247.